Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein

Einblick in die Welt der Medienberufe

Die Mediadocks am Lübecker Hafen gleichen auf den ersten Blick eher einem historischen Lagerhaus als einem Medienzentrum. Doch der Eindruck täuscht. Innen reihen sich große und kleine Räume für Veranstaltungen, Ton- und Aufnahmestudios und Produktionsräume aneinander. In einem der Räume erhalten wir, die zehnte Klasse des Internats Schloss Rohlstorf, heute einen Einblick in die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein im Bereich Medien.

Anhand einer Präsentation stellt Matthias Dütschke, Niederlassungsleiter der Wirtschaftsakademie Lübeck, die Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton und die Weiterbildung zum Assistenten für Stadtfernsehen und Mediengestaltung vor. „Voraussetzung für die Ausbildung sind Vorkenntnisse in den Bereichen Grafik, Druck, Mediengestaltung und Journalismus“, sagt Dütschke. „Außerdem sind natürlich Belastbarkeit, Teamfähigkeit und technisches Verständnis wichtig.“ Die Schwerpunkte der Ausbildung reichen von Kamerabedienung und Sprechtraining, über Grundlagen der Dramaturgie bis hin zu Recht- und Medienethik.

Andreas Jansen, Geschäftsführer der Funk & TV Akademie Lübeck, erzählt uns von einem derzeitigen Wandel in den Medien, „besonders im Bereich Print und Radio“. „Dadurch wird die Nachfrage für Mediengestalter und Video- Journalisten in den kommenden Jahren enorm ansteigen“, sagt Jansen.

Von der Theorie weiter zur Praxis: In einem Aufnahmestudio voller Mikrofone, Bildschirme, Kopfhörer und bunter Knöpfe wird es ernst für uns. „Wer meldet sich freiwillig für einen Testlauf?“, fragt Matthias Dütschke.

Schüler Tom Erik Kraack ist der Erste. Er setzt sich die riesigen Kopfhörer auf und wagt, mit einem breiten Lächeln im Gesicht, den Probelauf. Nebenan wird bereits die Sprecherkabine unter die Lupe genommen.

Hier werden Filme vertont. Darum ist der Raum auch völlig schallisoliert. Einige von uns wollen sich selbst davon überzeugen und prüfen, ob wirklich nichts zu hören ist. Tatsächlich. Während die einen lauthals schreien „Hallo, hey ihr da“, herrscht außerhalb des Raumes Stille. Test bestanden.

Im Studio für die Aufzeichnungen des Stadtfernsehens stellt Marcel Vieths dann sein Talent als Nachrichtensprecher unter Beweis. Vor der blauen Wand, dem Bluescreen, liest er vom Teleprompter ab und wird dabei von einer Kamera gefilmt. „Gar nicht so einfach den Text flüssig abzulesen“, sagt Marcel. Die spätere Aufzeichnung deckt schonungslos jeden seiner Fehler auf. Aber dafür gibt es ja auch die Ausbildung.

VON DEN SCHÜLERN DER KLASSE 10 VOM INTERNAT SCHLOSS ROHLSTORF

(aus: Lübecker Nachrichten, 18.02.2010)